Interview mit Stafff Gründern

Was war das erste Projekt, bei dem ihr gemerkt habt, dass eine Zusammenarbeit funktionieren könnte?

Nils: Das haben wir nicht am Rechner, sondern als Team am Kickertisch gemerkt. Zu der Zeit studierten wir beide Informatik an der HAW Hamburg und waren mitten im Studium. Wir haben uns unterhalten und merkten beide: Hey – da ist noch jemand, der sich neben aller Theorie auf das erste „echte“ Projekt freut. Diese gemeinsame Begeisterung war schon der zündende Funke.

Wie habt Ihr Euch das vorgestellt – die IT-Branche war lange dominiert von Konzernen, in denen Ihr kleine Rädchen in großen Zusammenhängen gewesen wärt?

Diana: Das erste Smartphone vor zehn Jahren war für uns ein Glücksfall. Wir haben gemerkt, dass plötzlich Umfelder entstehen, in denen sich mit überschaubarem Aufwand und ohne Startkapital funktionierende Anwendungen konzipieren lassen. Mit Marktplätzen, in denen sich auch Selbstvermarkter behaupten können. Plötzlich – 2007, 2008, wurde das Internet von heute auf morgen mobil und es herrschte diese Aufbruchstimmung, die das Denken von Startups bis heute prägt: Agile Methoden, flache Hierarchien und eine Unternehmenskultur, die Ideen schnell umsetzt. Dieser Geist hat uns infiziert.

Was war die erste App, die Ihr umgesetzt habt?

Diana: Ein Jump-n-Run-Spiel – es hieß „Late for my date“ und läuft tatsächlich bis heute auf Android-Smartphones. Wir haben es zu dritt, gemeinsam mit meinem Bruder realisiert. Ein Millionseller ist es nicht geworden, aber plötzlich wussten wir: „Im Team geht einfach mehr“. Und der Mix aus Tempo und kreativem Umgang mit Daten war inspirierend. Diese Erfahrungen – in deutlich größerem Umfang – haben wir dann kurz darauf in die iOS-TravelApp VistaPoint einfließen lassen.

2012 war ein besonderes Jahr. Was ist da passiert?

Nils: Ich suchte ein Praktikum in den USA und war kaum in Los Angeles gelandet, als ich erfuhr, dass mein Wunscharbeitgeber Visual.ly auf einer Konferenz in San Francisco vertreten ist. Also stieg ich in den Greyhound-Bus und reiste für 23 Dollar in den Norden Kaliforniens. Dass die Fahrt schließlich sieben Stunden dauerte, habe ich nicht geahnt – aber die Dimensionen sind eben anders.

Die unbequeme Nacht im Bus war zum Glück nicht umsonst: Die Leute bei Visual.ly – eine schon damals weltweit bekannte Plattform für Grafiker, Illustratoren und Infografiker – fanden nicht nur meine Begeisterung gut. Schließlich wurde aus dem kurzen Praktikum sehr schnell ein echter Job. Samt Greencard und Arbeitsvertrag. Zwei Jahre später war ich bei Five.

Euer Meilenkonto muss in dieser Zeit stark gewachsen sein?

Diana: Das stimmt! Wir haben viel Zeit im Flugzeug verbracht und noch ein bisschen mehr am Schreibtisch. Ich habe in Hamburg gleich nach dem Bachelor bei MyTaxi angeheuert. Dort habe ich zunächst als Entwicklerin, später als Lead-Developerin für die Fahrer-App gearbeitet. 2015 bin ich dann auch nach San Francisco gezogen und habe diese spezielle Lebensform in mich aufgesogen: In Deutschland wird mehr darüber gesprochen, welchen Status man hat – in seinem Unternehmen oder ganz allgemein. Im Silicon Valley wird man nur gefragt: „Woran arbeitest Du gerade?“ Mit echtem Interesse und vielleicht sogar mit Tipps zur Umsetzung.

Wie hat Euch diese Silicon Valley-Erfahrung geprägt?

Nils: Genau das, was eben Diana angesprochen hat, wird vermutlich nie wieder verschwinden: Wir definieren uns über das Tun und suchen den Erfolg in Lösungen, die eine noch nicht gedachte Idee in ein funktionierendes Produkt umsetzen. Das ist der Spirit.Die Herausforderung ist es, den Markt mitzudenken und einen möglichen Bedarf aufzuspüren, bevor es ein anderer tut. Weil sich alles so schnell bewegt, ist es besonders wichtig, agil und in Modulen und Meilensteinen zu denken.

Was heißt das für Euer Produkt STAFFF?

Diana: Mit STAFFF sind wir da, wo wir schon ganz am Anfang hinwollten – ohne damals zu wissen, was es werden könnte: Die sich intelligent generierenden Stellenanzeigen von STAFFF verknüpfen viele Schwierigkeitsgrade der Informatik.Was für den Kunden so spielerisch aussieht und komplexe Tätigkeiten zu einer leichten Aufgabe macht, war im Backend ein Teamwork vieler Disziplinen. Wir haben den neuesten Stand des Machine Learnings eingebracht, arbeiten mit linguistischen Tools und haben gleichzeitig unser eigenes Projektmanagement verfeinert und externe Programmierer involviert. Diese Arbeit im Hintergrund sieht man nicht auf den ersten Blick – und diese Leichtigkeit war unser gemeinsames Ziel.

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